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Unsere Kampagnen in 2012:
Wir werden voraussichtlich an zwei der drei von Amnesty International für das Jahr 2012 vorgesehenen Kampagnen teilnehmen:
1. Keine Waffen für Kriege und Krisen: Für einen starken "Arms Trade Treaty"
Ein internationales Abkommen zur Kontrolle des Waffenhandels (Arms Trade Treaty, ATT) rückt näher, aber es gilt noch Widerstände zu überwinden. Dies ist der vorherrschende Eindruck vom zweiten Treffen des UN-Vorbereitungsausschusses (Gespräche von Regierungsvertretern zur Vorbereitung späterer formeller Verhandlungen) zu einem Arms Trade Treaty, das vom 28.2. bis 4.3.2011 in New York stattfand.
2. Kampagne zu den politischen Umbrüchen in der MENA-Region (Middle East and North Africa)
Schwerpunktländer Ägypten und Syrien
Unsere Kampagnen in 2009:
2009 werden wir an keiner speziellen Amnesty-Kampagne teilnehmen, sondern
allgemeine Menschenrechtsthemen und unseren Adoptionsfall "Abdelkader
Nekrouf" in den Mittelpunkt unserer Informationsstände, Schulbesuche
u.ä. stellen.
Unsere Kampagnen in 2008: 1. Gold für die Menschenrechte Vom 8. bis 24. August 2008 fanden unter dem Motto "Eine Welt, ein Traum" die Olympischen Sommerspiele in Peking statt. Das Versprechen, die Menschenrechtssituation in China bis zu den Olympischen Spielen zu verbessern, hat die chinesische Regierung nicht gehalten. 2. 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Der 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. In 30 Artikeln hat die UNO die Menschenrechte definiert, die jedem Menschen zustehen sollten. Das von "allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal" wird zu einem der wichtigsten Dokumente der Menschheitsgeschichte. Sie ist Grundlage völkerrechtlicher Verträge und vieler Staatsverfassungen. Alle Staaten, die sich den Vereinten Nationen anschließen, erkennen die Erklärung automatisch an. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine große Errungenschaft für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Jedoch: In Deutschland können laut einer Infratest-Umfrage vom Mai 2008 42 Prozent der Deutschen kein einziges ihrer Menschenrechte benennen.
Unsere Kampagnen in 2007: 1. Kampagne: Europa - Union der Menschenrechte? Innerhalb der Europäischen Union (EU) gelten die Menschenrechte als verwirklicht. Doch die Realität sieht häufig anders aus: Diskriminierung und Rassismus, Polizeiübergriffe und illegale Abschiebungen - auch in Europa sind schwere Menschenrechtsverletzungen alltäglich. amnesty international fordert die EU auf, den Schutz der Menschenrechte innerhalb der Europäischen Union zu gewährleisten und in den Außenbeziehungen zu fördern. Nur so kann sie gegenüber Drittstaaten glaubwürdig auftreten und eine Führungsrolle in der internationalen Menschenrechtspolitik einnehmen. AI-Generalsekretärin Barbara Lochbihler hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am 15. Januar 2007 das 10-Punkte-Programm von AI zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft übergeben. Im persönlichen Gespräch bedankte sich Steinmeier ausdrücklich für die detaillierten Empfehlungen und versprach, diese nach Möglichkeit bei der Arbeit der deutschen Ratspräsidentschaft zu berücksichtigen.
2. Kampagne: EinSatz für die Menschenrechte Es waren die Einzelschicksale zweier portugiesischer Studenten, die Peter Benenson 1961 bewegten, eine Organisation zu gründen, die sich für einzelne gewaltlose politische Gefangene einsetzt. Er glaubte, auf diesem Weg das große Ganze verändern zu können. amnesty international war geboren. Im Laufe der Jahre kamen Themen wie Folter, Todesstrafe, "Verschwindenlassen" hinzu, mit denen AI sich heute beschäftigt. Denn es zeigte sich immer deutlicher, dass es schwierig ist, politische Gefangene losgelöst von anderen Menschenrechtsverletzungen und strukturellen Missständen zu betrachten. So wurden die Kampagnen komplexer und die Forderungen grundsätzlicher Das hat sich bewährt: amnesty international wurde 1977 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, und hat heute Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Die Arbeit für Einzelfälle ist aber nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von AI. Sie vollzog sich jedoch in den vergangenen Jahren eher "im Verborgenen", also außerhalb des Scheinwerferlichts. 45 Jahre nach Gründung von amnesty international startet die deutsche Sektion von AI die Kampagne "EinSatz für die Menschenrechte - Ein Zeichen setzen", um auf diesen wichtigen und erfolgreichen Teil ihrer Arbeit hinzuweisen und verstärkt UnterstützerInnen für die Einzelarbeit zu gewinnen. Es ist leicht, sich für die Menschenrechte einzusetzen: Ein zentraler Satz - eine einfache Forderung - auf einer Postkarte oder in einer Online-Petition reicht oftmals aus, um einem Menschen zu helfen und ihn zu unterstützen. Es sind lediglich ein paar Buchstaben und wenn viele Leute diesen unaufwendigsten EinSatz der Welt machen, hat sich der einzelne EinSatz schon gelohnt, hat man ein klares Zeichen gesetzt.
Weitere Informationen zu beiden Kampagnen finden Sie unter: www.amnesty.de /kampagnen |
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